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Mit neun Tonnen Gepäck
ging es auf nach Sylt

Ferienfreizeit des SC Gut Heil in Jugendherberge mit internationaler Beteiligung

Neumünster – Sonnabend kurz vor 8 Uhr: Vor dem Vereinsheim des SC Gut Heil Neumünster drängen sich Taschen und Koffer, Kisten, Kinder, Eltern und Betreuer. Seit „40 Jahren und länger“ bietet der SC die Ferienfreizeit auf Sylt an, erst im Zeltlager, später in der Jugendherberge Mövenberg in List, berichtet der SC-Vorsitzende und Ferienfreizeit-Organisator Norbert Freund, der selbst seit 21 Jahren als Begleiter mitfährt.

„Weil es Spaß macht mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und weil wir ein nettes Team sind“, sagen Norbert Freund und Rüdiger Schwarz, der ebenfalls seit Jahren als Betreuer dabei ist. Rund neun Tonnen Ausrüstung – von einer Jurte bis zur Musikanlage, vom Koffer bis zur Disko-Beleuchtung – reisen mit, erzählt Schwarz. Ein LKW schluckt das ganze Gepäck. Robert und Ungmar, die beim Aufladen helfen, sind in diesem Jahr zum ersten Mal als Betreuer dabei, in den Vorjahren waren sie noch Teilnehmer. Im vergangenen Jahr haben sie spontan beschlossen, die Jugendgruppenleiter-Ausbildung zu absolvieren, um weiter mitfahren zu können, erklären die beiden 17-Jährigen.

„Die Fahrt hat einfach Spaßgarantie!“ sagt Christopher Wilk (14), der zum dritten Mal mitfährt und diesmal seinen Freund Felix (14) mit angeworben hat. „Die Leute, die Betreuer, Westerland, am Strand chillen, und die ganzen Sportangebote“, machen für die beiden den Reiz der Ferienfreizeit aus.

130 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren sowie 18 Betreuer sind in diesem Jahr bei der Ferienfreizeit dabei. Einige Teilnehmer kommen sogar aus Berlin, Frankreich oder sind aus den USA angereist. Das liege zum Einen an der Internet-Präsenz des SC und zum anderen an Schulkontakten in den USA, erklärt Norbert Freund. Auch Sarah Pionke, die aus Michigan gekommen ist, hat den Ferienfreizeit- Tipp von einem Freund aus der Schule. Ein bisschen aufgeregt sei sie schon, sagt die Achtjährige, die in der Ferienfreizeit auch ihre Sprachkenntnisse verbessern möchte.

Dann geht es los: Pünktlich um 8.30 Uhr rollen die zwei großen Reisebusse und drei Kleinbusse vom Hof, verabschiedet von Gruppen winkender Eltern. Sylt kann kommen.

Aus den Kieler Nachrichten vom 06.08.2007 - von Katrin von Scheven